

Geomantie
Ich betrachte es als Aufgabe des Architekten, „Kraftplätze“ zu schaffen, Orte der Wandlung mit Gebäuden, die als „Bleibe im Wandel“ Erholung und Regeneration für BeWohner und Umwelt kreieren - zukunftstauglich, attraktiv und zeitlos.
Geomantie bedeutet Gestaltung des energetischen Klimas und Wohlbefindens; das Ausrichten einer Qualität, die eine Auswirkung dieses so geprägten Ortes auf den Bewohner dort und anderer im Umfeld rückbewirken wird. Zentraler Punkt meiner Arbeit ist, sorgfältig von der Ergründung des Potenzials einer Situation die Kraft zu erfassen und aus und mit dieser Kraft zu gestalten. Mit klarem Blick auf das Wesentliche, und mit dem Fluss der Ereignisse zu gestalten. In Kontakt mit sich selbst, dem realen Ort und dem nicht Sichtbaren.
Alles wird mit einbezogen, natürlich auch der Mensch, denn alles ist in Verbindung, „everything communicates“. Das Eine entsteht aus dem Anderen, und das Andere wirkt zurück und bereichert die Bewegung gesamthaft. – In einer so kodierten Umgebung fühlt man sich anders, entwickelt selbstverständlich die eigene Authentizität und verwirklicht sie.
„Sie wirkt selbstverständlich auf jede und jeden anders – nicht einengend sondern befreiend. Das ist die herkömmliche Bedeutung von Kraftorten.“
Ich orientiere Architektur den Kraftfeldern der Landschaft und Topographie entsprechend. Setze Bäume und Felsen wie Akkupunkturnadeln, die Energie wieder in Fluss bringen. Hier folge ich der japanische Lehre des „Sakuteiki, der Kunst des Steine setzens“. Bei raumbildenden Formen und Materialien bediene ich mich des Wissens aus der indischen Tradition, der Kenntnis von Energieformationen in Yantras und Mandalas um über bewusste Energieausrichtung ein sich gegenseitig bereicherndes Entstehens zu gestalten. Ein harmonisierender Ausgleich über die Wahl der Elemente Holz, Metall, Wasser und Stein fokussiert und harmonisiert über die bewusste Wahl der Elemente. „Die Formensprache in klaren geometrischen Formen wie Rechteck, Dreieck und Quadrat lösen im Bewusstsein Gedankenklarheit aus, die Fähigkeit, sich auf das Wesentliche zu beziehen. Das steigert die Konzentration und Entscheidungsfähigkeit.
Konzentration ist immer die Kunst des Weglassens, der Einfachheit.
Komplementäre Strukturen, die sich in amorphen Formen und weichen Farben ausdrücken, vermitteln optische Ruhe, regen Kreativität, innere GeLassenHeit und BeSinnung an. Achtsamkeit auf Zeitlosigkeit durch Lichtführung und Auswahl der Materialien schulen betonend den Blick fürs Detail, das Emotionale gegenseitiger Bereicherung, die Lebensfreude. Stimmige Raumqualität drückt sich auch in Klang aus.
Foto: bewegt von der Magie der Transparenz der Räume, dem LichtSpiel, die nach kurzer Zeit zu innerer Ausgeglichenheit führt; Ying-Yang Balance.
Geomantie ist unverzichtbarer Bestandteil meiner Architekturbeiträge, in Umweltprojekten und im Klimaschutz. Ist, wenn auch nicht sichtbar oder lautstarkt benannt, wertvoller und wirksamer Ausrichtung bei dem Kreieren des Fluidums allen öffentlichen und privaten Raumes, fördert, in Kontakt mit sich selbst zu sein, Vielfalt in der Einheit zu leben – Selbstverwirklichung, Lebensqualität und Wertschöpfung bewirkend.